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Die Wurzel des griechischen Dilemmas: Expertenvortrag am Gymnasium

Seit Jahren ist sie das prägende Thema in der Volkswirtschaftslehre: Die Staatsschuldenkrise, ausgelöst vor allem durch die südeuropäischen Eurostaaten. Zu diesem aktuellen Thema konnte die Fachschaft Wirtschaft und Recht des Karl-von-Closen Gymnasiums Eggenfelden einen äußerst beschlagenen Referenten gewinnen: Bundesbankdirektor Reinhard Pfaffel, den Leiter der Filiale Regensburg der Hauptverwaltung Bayern der Deutschen Bundesbank.

Begrüßen Bundesbankdirektor Reinhard Pfaffel (mitte): Schulleiter OStD Markus Enghofer (rechts) und Fachbetreuer Wirtschaft und Recht StR Tobias Birchinger (links).

In seinem Vortrag für die Schüler der Q11 erklärte der Experte die Entstehung der momentanen Krise in Griechenland differenziert: Durch die hohe Staatsverschuldung vor allem der südeuropäischen Euroländer hat die Krise auch auf den Bankensektor übergegriffen, zahlreiche Rettungsmaßnahmen durch bereits finanziell angeschlagene Staaten waren die Folge. Durch rigide Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen hat diese Krise auch auf die Realwirtschaft übergegriffen und in vielen Regionen zu hoher Arbeitslosigkeit, vor allem zu erschreckend hoher Jugendarbeitslosigkeit geführt. "Die Griechen haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht!" zog der Experte Vergleiche zum Schulalltag. Durch ungewohnt niedrige Zinsen zum Start der Währungsunion war die Verlockung Wohltaten des Staates über Kredite zu finanzieren sehr groß. Die Bundesrepublik Deutschland habe hingegen ihre Hausaufgaben erledigt, so seine Meinung. Dies macht sich vor allem jetzt bemerkbar, wie die deutschen Zahlen im internationalen Vergleich bestätigen. Er ging differenziert auf den Dreiklang von Fiskalpolitik, Sozialpolitik und Lohnpolitik ein. "Der Anstieg der Lohnstückkosten in Deutschland ist im internationalen Vergleich äußerst niedrig, während diese z. B. in Griechenland in den letzten fünf Jahren fast explodiert sind." Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Krisenstaaten lässt sich nur durch schmerzhafte Reformen beseitigen. Eine deutliche Absage erteilte der Experte den Forderungen nach kräftigen Lohnerhöhungen in Deutschland. Diese würden die globale Wettbewerbsfähigkeit deutlich verschlechtern, während sich die Wettbewerbsfähigkeit der Krisenstaaten dadurch keinesfalls verbessere. Durch einheitliche Zinsen im gesamten Euroraum und die fehlende Möglichkeit der Abwertung einzelner Währungen sei die internationale Wettbewerbsfähigkeit der einzige Schlüssel zum Erfolg.

Die bei den Sparern verbreitete Angst niedriger Zinsen teilte der Experte zwar verstehen, aber: "Die Europäische Zentralbank ist nur einem Ziel verpflichtet: Der Preisniveaustabilität, sie soll nicht für eine gute Rendite bei Geldanlagen sorgen."

Der Fachbetreuer Wirtschaft und Recht, StR Tobias Birchinger, der den Expertenvortrag organisiert hatte, wies auf die große Relevanz des Themas hin: "Der Themenbereich EZB ist natürlich brandaktuell, unsere Schüler haben heute noch einmal den neuesten Input bekommen." Deshalb wurde mit Reinhard Pfaffel auch gleich wieder eine Kooperation für das kommende Schuljahr vereinbart.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. August 2015 18:01

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